Von uns aus Třebihošť
etwa 4 km, eine Stunde
Der kürzeste und natürlichste Weg. Sie gehen vom Haus los, durch das Dorf und dann den Südhang hinauf. Die Steigung ist mäßig, auch Kinder schaffen sie. Zurück geht es denselben Weg oder außen herum.
Die Zvičina ist weit und breit der höchste Punkt im Vorland des Riesengebirges und ein Wegkreuz, von dem aus es in alle Richtungen geht. Oben stehen eine barocke Kirche und eine Hütte mit drehbarer Aussichtskuppel, im Winter kommen Pisten dazu. Dieser Führer sagt, was oben zu finden ist, wie man hinaufkommt und wann sich der Weg lohnt.
Der Gipfel der Zvičina ist kein kahler Hügel mit einem Schild. Drei Dinge sind hier zusammengekommen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, und geben dem Ort zusammen sein Gesicht.
Die barocke Kirche entstand zwischen 1706 und 1711 an der Stelle einer Holzkapelle, die man 1584 errichtet und Jan Hus geweiht hatte.
Graf Ferdinand Kotulínský gab den Steinbau in Auftrag und weihte ihn Johannes von Nepomuk, noch bevor dieser 1729 heiliggesprochen wurde. Der Patronatswechsel ist kein Zufall, sondern ein Lehrstück der Gegenreformation: Die hussitische Weihe wich dem Heiligen, den die katholische Kirche gerade förderte.
Die Touristenhütte entstand 1891, der Klub tschechischer Touristen übernahm sie samt Grundstücken im Jahr 1900 und setzte 1925 und 1926 einen Turm darauf. Eröffnet wurde er am 25. April 1926.
Der Aufbau ist eine verglaste Kuppel, die sich dreht. Mit einem großen Rad bewegt man sie selbst und fährt so den ganzen Horizont ab. Etwas Vergleichbares gibt es in der Gegend nicht.
Ihren Namen erhielt die Hütte am 29. Mai 1927 nach dem Schriftsteller Karel Václav Rais, der aus dem nahen Bělohrad stammte und die Zvičina liebte. Am selben Tag wurde ihm hier eine Gedenktafel enthüllt.
Neben der Hütte stehen Telekommunikationsmasten. Auf Fotos stören sie, dafür ist die Zvičina dank ihnen aus der ganzen Region zu erkennen.
Bei guter Sicht reicht der Blick sehr weit. Namentlich zu sehen sind:
Eines sieht man vom Turm gerade nicht, und dahinter steckt eine Geschichte. Den Blick aufs Riesengebirge verdeckt ein Wald, den deutsche Touristen im 19. Jahrhundert absichtlich hier angepflanzt haben. Wer den Kamm sehen will, muss unter den Gipfel auf die Wiesen, wo sich die Berge in voller Breite zeigen. Am besten an einem klaren Morgen oder in der Stunde vor Sonnenuntergang.
Der Gipfel ist ein Wanderkreuz, hier treffen Markierungen aller vier Farben zusammen. Zu Fuß geht es von mehreren Seiten hinauf, anstrengend ist keiner der Wege.
etwa 4 km, eine Stunde
Der kürzeste und natürlichste Weg. Sie gehen vom Haus los, durch das Dorf und dann den Südhang hinauf. Die Steigung ist mäßig, auch Kinder schaffen sie. Zurück geht es denselben Weg oder außen herum.
die Nordseite
Der Zugang von Norden, wo im Winter die Piste liegt. Der Weg führt durch Wald und ist auch im Sommer angenehm, weil er meist im Schatten bleibt.
die längere Variante
Für alle, die den Gipfel mit dem Geburtsort des Dichters Karel Jaromír Erben verbinden wollen. Länger, dafür durch schöne Landschaft.
Mit dem Auto kommen Sie von Norden über Horní Brusnice oder von Süden über Třebihošť und Miletín herauf. An der Hütte gibt es Parkplätze, an schönen Wochenenden sind sie voll. Der Aufstieg vom Haus dauert etwa gleich lang und ist deutlich schöner.
Der Nordhang wird im Winter zum Skigebiet. Es gibt vier Abfahrten und eine Kinderpiste, bedient von drei Liften, dazu Flutlichtbetrieb am Abend.
Rund um den Berg verlaufen sieben Loipen: Zvičina–Bílá Třemešná in zwei Varianten, Zvičina–Kal, Kal–Pecka, Zvičina–Miletín, Uhlejov–Bezník und Bezník–Bělohrad. Bei Schnee starten Sie direkt an unserer Gartentür.
Lifte und Loipenpflege hängen vom Schnee ab, der im Vorland nicht jedes Jahr gleich ausfällt. Den aktuellen Stand erfragen Sie am besten beim Skigebiet.
Im Februar 2025 fanden zwei Wanderer am Südwesthang der Zvičina in einem Steinwall zwei Behälter. Darin lagen 598 Goldmünzen und über dreißig Schmuckstücke, Tabatieren und Kleinigkeiten. Zusammen sieben Kilogramm, davon 5 230 Gramm reines Gold.
Die Finder übergaben den Schatz dem Museum Ostböhmens in Hradec Králové. Das Punzierungsamt bestätigte das Gold, und die Region zahlte ihnen 11,7 Millionen Kronen Belohnung.
Wer das Gold vergraben hat, weiß niemand. Sicher ist nur, dass es erst nach 1921 in die Erde kam. Der Zweite Weltkrieg oder die Währungsreform von 1953 kämen infrage, der Besitzer bleibt unbekannt. Die Zvičina hat ihr Geheimnis behalten.
Die beste Sicht gibt es, wenn eine Kaltfront die Luft ausgewaschen hat. Dann reicht der Blick bis Milešovka und Bezděz. Im Winter ragt der Gipfel manchmal über die Inversion, während die Täler im Nebel bleiben.
Das Licht steht tief und weich, die Landschaft bekommt Farbe und der Gebirgskamm zeichnet sich ab. Für Fotos ist das die beste Stunde. Der Rückweg in der Dämmerung ist entlang der Markierung unproblematisch, eine Stirnlampe hilft.
Im Mai, September und Oktober ist oben am wenigsten los und die Landschaft am schönsten. Der Novembernebel hat auch seinen Reiz, das ist aber etwas für Hartgesottene.
Unser Haus steht in Třebihošť direkt unter dem Südhang. Zum Gipfel gehen Sie von der Gartentür los, zurück wartet der Whirlpool. Ein Tiny House für zwei, das ganze Jahr.